'Als symphatisch schlechte Naturimitation oder als Kunstwerk, durch dessen Risse charmant die Natur durchsuppt, überstehen wir entscheidungsfreudig die Verwandlungsmühle, in der wir uns befinden - der Unaufhaltsamkeit gegenüber stehend, beklagen wir feiernd Abschied und Regeneration.'
In »Halt mir einen Platz frei,bis ich anders wieder da bin« ergründen Angela Schubot und Martin Clausen als monströse Irrlichter, als Mischwesen aus Mann, Frau und Tier, die Möglichkeiten des Wandels und der Veränderung. Das Verschwinden und Verändern von Gefühlen, Körpern und Gedanken scheint an Übergängen zu wohnen. Beim Versuch, in dieses Dazwischen zu gelangen, zerlegen TWO FISH Sprache und Bewegung in ihre Einzelteile.
Als Partner für Fragen, wie sich die Gegenwart innen drin anfühlt, haben sie sich die Bremer Band ALLTAG einladen, die das Lebensgefühl ihrer Generation, bestehend aus einem meta-modernen Sturm und Drang, auszudrücken versucht, was für sie bedeutet Ballertechno mit Hiphop, DnB und Hardstyle zu mischen und dabei auf Deutsch über Liebe, Feierei, Bier, Politik und den generellen Wunsch nach Freiheit zu singen.
Sprechende Körper oszillieren als Medium zwischen Mensch und Landschaft, Subjekt und Objekt und verhandeln Möglich- und Unmöglichkeiten von Veränderung: imaginiertem Einfluss, zu langem Warten, Eingreifen zum falschen Zeitpunkt. Angela Schubot und Martin Clausen lassen ihre Sicht auf Erfahrenes aneinander schwappen und wechseln dafür unkommentiert die Ebenen ihrer menschlichen Abgründe.
Gastspiel des Monats TWO FISH »Halt mir meinen Platz frei,bis ich anders wieder da bin / Save my spot till I'm back, different « am Fr, 01. + Sa, 02. Juni | 20:30 Uhr | Schwankhalle, Neuer Saal
Martin Clausen und Angela Schubot haben als TWO FISH in den letzten 10 Jahren wesentlich die Berliner Tanz- und Theaterszene mitgeprägt. Im März 2011 präsentierten sie unter diesem Label ihr letztes Stück und lösten es auf. Im Juni 2012 werden sie mit dem Stück noch ein letztes Mal in Bremen gastieren. Choreografie, Text, Performance: Angela Schubot, Martin Clausen Eine Produktion von TWO FISH in Koproduktion mit dem HAU. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds
Veränderungen in alle erdenklichen Richtungen, von Frau zu Mann oder Mensch zu Tier sind es, die Angela Schubot und Martin Clausen als Two Fish umtreiben. In ihrem aktuellen Stück zerlegt das Duo in Gestalt von monströsen Irrlichtern Sprache und Bewegung in ihre Einzelteile. Die sprechenden Körper werden dabei zum Medium zwischen Mensch und Landschaft, Subjekt und Objekt. taz, 03.03.2011
16,- / 10,- ermäßigt (Kulturticket 3,-) |