| Die Nacht war seit je her ein Raum für gesteigerte Wahrnehmung von innen und außen, ein offener Raum für die Reflexion der menschlichen Existenz - ihrer Sehnsüchte, Ängste und ihrer Hoffnungen. Insofern ist es nicht zufällig, dass die Nacht In Rilkes Lyrik einen zentralen Platz einnimmt:
Vergiß, vergiß und laß uns jetzt nur dies erleben, wie die Sterne durch geklärten Nachthimmel dringen ; wie der Mond die Gärten voll übersteigt. Wir fühlen längst schon, wies spiegelnder wird im Dunkel; wie ein Schein entsteht, ein weißer Schatten in dem Glanz der Dunkelheit. Nun aber laß uns ganz hinübertreten in die Welt hinein die monden ist –
Anlass genug für 2 Künstler sich auf eine musikalisch-poetische Reise durch die Nacht zu begeben.
Michael Rettig hat sich eine Klaviermusik überlegt, die den poetischen Ton Rilkes trifft. Mateng Pollkläsener wird Rilkes Gedichte rezitieren.
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