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22.10.2007 - ABTRüNNIG (AT)

ARSEN UND SPITZENHäUBCHEN
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DIE AXEL P. SHOW
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ABTRüNNIG (AT)

Mitwirkende
Susann Maria Hempel, Susanne Sachsse, Mariel Jana Supka, Olaf Helbing, Ronny Marzillier, Christian Wittmann. Media Works: Olaf Helbing Sound Works: Susann Maria Hempel, Marc Sauter. Ausstattung: Peter Wächtler, Janek Müller. Dramaturgie: Dunja Funke
Regie
Janek Müller
Nach dem Roman von Reinhard Jirgl bearbeitet von Janek Müller


Nachbarschaft als ein Phänomen der Grenze teilt in Fremdes u: Vertrautes, in das Andere u: das dem-Selbst Zugehörige; entscheidet über das Schließen von Bündnissen & Freundschaften, wodurch Feindschaft verschwindet od aber erst entsteht. (Reinhard Jirgl in „Abtrünnig“)

„Abtrünnig" (ausgezeichnet mit dem Bremer Literaturpreis 2006) geht den Geschichten von Menschen in sich rasant verändernden Landschafts- und Stadträumen nach, folgt ihnen an Orte und in Zustände, wo sichere Grenzen verfließen und neue sich auftürmen, wo sich Biografien und Erleben im Zusammentreffen mit dem Anderen, dem Nachbarn, und der fremden Geschichte des Anderen überlagern, durchdringen und bisweilen zu neutralisieren scheinen. Das Schauspielprojekt folgt zwei nicht mehr jungen Männern in die nervöse Metropole Berlin kurz nach der Jahrtausendwende. Ein Beamter des Bundesgrenzschutzes, ehemaliger DDR-Grenzsoldat, verhilft einer jungen Ukrainerin, Valentina, illegal über die deutsch-polnische Grenze. Er lässt sein Leben in Frankfurt / Oder hinter sich und begibt sich als nächtlicher Taxifahrer auf die Suche nach ihr. Auf der Suche ist auch der Bauernsohn aus dem Wendland, der den Hof seines Vaters ausgeschlagen hat, nach Hamburg aufbricht, um dort als Journalist zu arbeiten und sich Hals über Kopf in seine Therapeutin, Sophia, verliebt und der er schließlich folgt - ins Dickicht der Großstadt. Aber nirgends und für niemanden liegt neues „Ungelebtes Leben bereit, zu dem man nur herkommen und es aufzuheben braucht.“  - heißt es im Roman.

Als „ein wütender Dämon und sprachmächtiger Erbe des Expressionismus“ wurde Reinhard Jirgl bezeichnet. (Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 18.10.05) Das Projekt versucht, diese hohe poetische Kraft, das treibende Tempo der Wortkaskaden, die zwischen bösen Träumen und Wirklichkeit kaum jemals eine Lücke lassen, aufzunehmen und nutzt Jirgls Text für eine Geisterbahnfahrt entlang der Grenzen, die „können verschwinden, aber sie ändern sich nie.“

Eine Koproduktion vom Theater Hebbel Am Ufer Berlin und Junges Theater Bremen.


THEATER FüR ALLE 2007: GIVE AS MUCH AS YOU CAN

Die kulturelle Grundversorgung: freie Kultur - offener Eintritt

Im Oktober 2007 in der Schwankhalle und vielen Einrichtungen der Stadt Bremen ...




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