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jo jo@dot.de 23.12.2009
hm??
pepe delabar --- 14.04.2009
Rezension zu
„Oben aufm Berg“ – Mit Stephan-Remmler-Songs auf der Suche nach dem Schatz der verlorenen Gefühle.

Begeisterung! Und was löst dieses Stück noch aus? Begeisterung!

Sicher gibt es dankbarere Figuren der Pop-Geschichte, denen zu Ehren man ein Theaterstück schreiben könnte, als Stephan Remmler. Zahlreiche Haudegen deutscher Popkultur deren schauspielerische Hommage Kritikern (wie auch Zuschauern) allerorten und im rechten Alter fast schon automatisch so einige verzückte Jauchzer entlockt hätte. Nicht so beim Remmler, den der „Spiegel“ zu recht den Gottvater der Neuen Deutschen Welle nannte. Immer schon schrieb und sang er seine Lieder mit einem gedachten aber überdeutlichen Augenzwinkern – und erntete dennoch regelmäßig Kritik und Vorwürfe.
Ob man ihm 1984 unterstellte, er verharmlose das Wettrüsten der Supermächte oder ihm über zehn Jahre später eine Banalisierung von Kinderprostitution zur Last legte („Schweinekopf“) – Stephan Remmler war stets jemand, der seiner Linie treu blieb, wo auch immer diese verlaufen sollte und selbst wenn das bedeutete Lieder zu schreiben, die durch ihren Schlager-Charakter von alteingesessenen Trio- und NDW-Fans als Verrat empfunden wurden. Doch eines sei gesagt:
Ganz gleich, ob man ein Liebhaber des Remmler’schen Gesamtwerks ist oder nur zu bestimmten Songs beschwingt mit dem Fuß wippt: Bei Carsten Werners „Oben auf dem Berg“ hört man von der ersten bis zur letzten Note nicht auf mit dem Wippen. Was auf der von Youdid Poppe bewusst bescheiden ausstaffierten Bühne im neuen Saal der Schwankhalle Bremen an Raffinesse, Wortwitz und auch musikalischem Können präsentiert wird, begeistert von Minute zu Minute mehr. Es ist nicht so, dass man den „Remmler“ nicht auch hätte vergurken können – aber das kleine Ensemble von „Oben auf dem Berg“ liefert hier eine außergewöhnliche Darbietung und beachtliche musikalische Interpretationen.
Wenn Denis Fischer, Carsten Sauer und Ralf Stahn das erste Mal in die Tasten respektive Saiten hauen, macht sich eine nicht nur musikalische Präsenz im Saal breit, die mitreißt. Hätten wir nicht gesessen, wir hätten getanzt. Besonders Fischer glänzt mit seiner vorsichtigen, über das Leben und seine Wegsteine stolpernden Rezitation der Figur Remmler. Wie er da so unbeholfen in den Pflichturlaub stolpert, Schnaps in Sankt Kathrein nieder macht um dann wieder wie besessen zu Mikro nebst Gitarre zu greifen – man möchte ihn retten, diesen Sonderling. Und irgendwie auch nicht.
Denn dann wäre die Musik zu ende und einer ist ja immer der Looser. Janine Claßen weiß ebenso zu leuchten, wenngleich weniger vordergründig. Und „leuchten“ ist wirklich der passende Begriff. Schaut man in diese enthusiastischen Augen, voller Begeisterung und Inbrunst, möchte man mitziehen und dem emotional überforderten und zurückweisenden Remmler kurzzeitig mal das Obergeschoss zurecht rücken. Erst als Claßen gegen Ende des Stücks den Glanz aus ihren Augen entlässt und abgeklärt in sich hinein starrt, wird klar, wie viel Power und Lebensfreude diese junge Schauspielerin ausstrahlen kann. Freude am Leben hat Günther Grollitsch oben auf’m Berg auch. Dabei wirkt er so souverän und spielfreudig, als hätte er nie etwas anderes gemacht denn den trinkfesten Berg-Weizner zu mimen, der seine Version von „Keine Angst hat der Papa mir gesagt“ (zusammen mit Claßen) in die Weite säuselt. Auch wenn im Publikum für Grollitsch der Beiname „der Brasilianer“ fiel, haben meine Begleitung und ich uns bestimmt für „Prince Charming“ entschieden. Mindestens.
Der zackige Gegenpart zur mädchenhaften Claßen wird von einer unglaubliche Beweglichkeit und tänzerische Sicherheit demonstrierenden Verena Fleißner dargestellt. Wenn Fleißner lauthals und mit Drilljargon die zierliche und etwas tapsige Claßen durch die Gegend scheucht bzw. zu sportlicher Ertüchtigung anhält, die dem chinesischen Staatszirkus alle Ehre machen würde, weiß man nicht, ob man Mitleid heucheln oder aus vollem Halse „weiter, schneller...“ rufen soll. Beide, Fleißner und Claßen, finde sich am Ende im Duett „Frauen sind böse“ und feuern noch mal eben das Augenzwinkern, das Remmler ausmacht, in die Zuschauermenge.
Zu guter letzt noch ein persönliches Highlight: Fischer, Grollitsch und Multiinstrumentalist Stahn schmettern „Das Leben liebt den der viel liebt.“ pathosschwanger aus vollem Halse. Denkwürdig. Stephan Remmler selbst hat das Stück nach eigenen Angaben sehr gut gefallen und er bewirbt es auf seiner persönlichen Internetseite auch fettgedruckt. Nicht dass es genau darauf angekommen wäre, aber: Mission erfolgreich, liebe Schwankhalle.

Wie bitte? Warum das Stück „Oben aufm Berg“ heißt? Na das fragen Sie am besten mal Stephan Remmler bei einer der Vorführungen in der Schwankhalle. Welcher der Akteure den Remmler gibt? Na alle!

Also mein werter Denis. Setz den Fiffi wieder auf, leg die Gitarre um und sing es uns ein weiteres mal: Rotkäppchen komm! Rotkäppchen komm!

pepe delabar
Timo - 07.04.2009
Tach zusammen!

Ich war gestern das erste Mal bei euch im Haus und absolut begeistert vom Remmler. Kompliment an alle Mitwirkenden, das Stück hat (meines Empfindens nach) die musikalische Stimmung meiner Jugend, die stark von NDW und besonders auch Stefan geprägt war, perfekt eingefangen. Besonders Ausstattung und Bühnenbild haben den verkrampften Glam der 80er und das Post-dadaistische Emotionschaos der neuen deutschen Welle wunderschön wiedergegeben und mich mit diesem Rahmen von der ersten Sekunde an in das Stück hineingezogen. Das Casting war ebenso gelungen, und die musikalische Umsetzung ist eine Plattenprägung wert. Ein toller, gelungener Abend! Vielen Dank dafür! Eine kleine Bitte zum Abschluss: Gibt es die Fotos, die zum Stück auf eurer Homepage existieren (oder auch gerne mehr), auch in etwas größer? Ich selbst fotografiere natürlich nicht im Theater, hätte aber gern ein paar Erinnerungsstücke. Oh, und falls es den Soundtrack zu kaufen gibt, schlage ich sofort zu.

Danke schön!
Timo
tim ti@womx.de 05.03.2009
Ich fand den Remmler toll !!!
tom po@gmx.de 04.03.2009
ich fand den polak toll...
... ... 16.02.2009
... gerne ...
so ne 20.11.2008
sonen quatsch wie heute mit dem "juden vom dienst" oliver polak könnt ihr euch echt sparn!
T.Hinte privat 03.11.2008
Hallo liebe Leute,

Ich kann bei dem Konzert der Glöbal Kryner nicht finden, was die Tickets an der Abendkasse kosten!

Es gibt nur Ticketreservierungen, die auch keine Reservierungen sind, sondern - mit Kontoverbindung und abbuchung - Bestellungen!!

Sehr undurchsichtig , das Ganze!

Liebe Grüße Thomas
Joachim privat 04.09.2008
Das kann es nicht gewesen sein mit Ephmeristan - Staatsgründung und dann Schluss? Wir hoffen, dass das weiter geht und packen wieder gern mit an in der Stauerei. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Idee! Und wir freuen uns auch schon wieder auf die Dorfdisko. Leider fließen hier die Informationen noch etwas sparsam. Aber der SOmmer geht ja gerade erst zu Ende und ich hoffe, das Junge Theater hat ihn nutzen können zur Regenerierung!?
Ingrid mail@duebel-licht.de 03.09.2008
Großartig! So füllt man Sommerlöcher.Euer Klein-Staat Ephmeristan sollte sofort gegründet werden.. Die Staatsfeierlichkeiten am vergangenen Wochenende werden doch wohl fortgesetzt? So viele kreative nette lustige Bürger müssen sofort ein Engagement bekommen.
Die Stauerei hat eine außerordentlich interessante Seite dazu bekommen.Danke danke, Ingrid
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