Xtra Frei 2010
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20.06.2010 - XTRA FREI 2010
19.06.2010 - XTRA FREI 2010
18.06.2010 - XTRA FREI 2010
17.06.2010 - XTRA FREI 2010

XTRA FREI 2010

FESTIVAL UND FORUM FüR FREIE ZEITGENöSSISCHE TANZPROJEKTE IM RAHMEN DER NORDDEUTSCHEN TANZTREFFEN

Mit einer exquisiten Auswahl aktueller, freischaffend produzierter Tanzkunst lädt steptext dance project zur vierten Edition von Xtra Frei in die Schwankhalle ein. Gleichzeitig statt findend mit und gefördert von Norddeutsches Tanztreffen - Tanzplan Bremen hat das Festival von Jahr zu Jahr über die Grenzen Norddeutschlands hinaus an Strahlkraft gewonnen und sich als zukunftsweisendes Format mit bundesweitem Radius etabliert: Eine von ChoreografInnen, TänzerInnen, Fachexperten wie Publikum weithin geschätzte Präsentations- und Dialogplattform der Tanzszene der Republik, eine anerkannte Referenz für die KünstlerInnen, ein gefragter Rahmen für den inspirierenden Diskurs jüngster ästhetischer wie thematischer Tendenzen.

Begleitet von Publikumsgesprächen, Tanzfilmen und einem Workshop zum Schreiben über Tanz bietet Xtra Frei mit Produktionen aus Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf und Köln ein erstklassiges Spektrum tanzkünstlerischer Positionen und lädt zum spannenden Austausch zwischen und mit den Akteuren ein.


Xtra Frei ist ein von steptext dance project initiiertes Projekt im Rahmen von Norddeutsches Tanztreffen – Tanzplan Bremen. Norddeutsches Tanztreffen – Tanzplan Bremen wird gefördert von Tanzplan Deutschland, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und vom Senator für Kultur Bremen. steptext dance project wird gefördert durch den Senator für Kultur Bremen.

 

17. Juni 2010 | 20.00 Uhr

BECKETT, BEER AND CIGARETTES

Felix Bürkle / starting point (Düsseldorf)

 

Ein Tisch, Stühle und Flaschen. Ein schlichter Raum. Vier Personen treffen aufeinander, sie warten. Worauf warten sie? Gespräche, Sitzen, Stehen. Die Situation wird durch unerwartete Aktionen unterbrochen. Alltagsgegenstände entwickeln ihr eigenes Leben. In der Konfrontation mit unvorhergesehenen Momenten verwischt die Grenze zwischen Traum und Realität. Mit nichts als Bierkästen und leeren Flaschen vertreiben sich die Männer die Zeit; virtuos, artistisch, ulkig. Begleitet vom Trompetenspiel und den elektronischen Klängen eines Livemusikers füllt das zirkus- und kampfsporterfahrene Trio das Warten mit wunderbarer Fantasie. Ein brillant kurzweiliges Stück im Grenzbereich zwischen Objektmanipulation und Bewegung. Inspiriert von „Warten auf Godot“ und S. Becketts trefflicher These: „Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann.“

 

Konzept, Leitung: Felix Bürkle | Choreografie, Performance: Felix Bürkle, Jannik Elkær Nielsen, Niclas Stureberg | Choreografische Assistenz, Produktionsassistenz: Paulo Guerreiro | Komposition, Livemusik: Nils Ostendorf | Lichtdesign: Lutz Deppe | Produktion: Felix Bürkle / starting point | Koproduktion: tanzhaus nrw, Theater op de Markt | Gefördert von: Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste e.V., Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Stiftung van Meeteren Düsseldorf | Mit freundlicher Unterstützung: kc nOna, PACT Zollverein/Choreographisches Zentrum NRW | Research in residence: Centre national de la danse im Rahmen von IDEE / Carte Blanche, tanzhaus nrw / Düsseldorf (EU Culture Programme 2000) | Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder l UA 12/2007, kc nOna, Mechelen/BE | www.felixbuerkle.net

 

 

18. Juni 2010 | 20.00 Uhr

 

ANDROPOLAROID (UA)

Yui Kawaguchi / theater-51grad.com (Berlin / Köln)

 

„Dunkelheit  ist das Tor zum Ton, Klang  ist die Heimat des Tones, der Ton  steht auf der Sonne“, sagt die japanische Tänzerin und Choreografin Yui Kawaguchi. „Das ist keine Asienesoterik, sondern ein Schriftknoten, der in der Begegnung mit anderen Kulturen aufgelöst werden muss.“ Dieser Herausforderung gilt ihr Solo in Zusammenarbeit mit der Dramaturgin Rosi Ulrich / theater-51grad.com. Im Spannungsfeld zwischen deutschen und japanischen, traditionell und modern geprägten Codes, zwischen den (Körper-) Sprachen des Theaters und des Tanzes, zwischen Funktion und Emotion sucht sie ihre eigene ideale Gestalt zu kreieren. In einem Neonröhrenwald auf der Bühne treffen Sprach- und Soundcollagen auf Bewegungen, verbindet das Licht ihre Empfindungsinseln zu einer Matrix: Sie wird selbst zum „deutsch-kybernetischen Japanorganismus“, kommt nicht zur Ruhe, sucht weiter ihren Weg und schießt Polaroids vom geflickten Ich.
 
Konzept, Choreografie, Tanz: Yui Kawaguchi | Dramaturgie: Rosi Ulrich | Ton: Sibin Vassilev |Licht, Technik: Fabian Bleisch | Assistenz: Sabine Salzmann | Produktion: theater-51grad.com in Kooperation mit Freihandelszone – ensemblenetzwerk köln und Dock11 Berlin | Achtung: Die Aufführung benutzt Ultraschallwellen |
www.theater-51grad.com

 

 

19. Juni 2010| 20.00 Uhr | Doppelvorstellung

 

RÜCKWÄRTS

Renate Graziadei / LaborGras (Berlin)

 

„Rückwärts“ ist eine tänzerische Auseinandersetzung mit Gewohnheiten und Erinnerungen, die uns lieb sind, und solchen, die wir lieber verändern oder vergessen möchten. Mit ihrem Solo hinterfragt Renate Graziadei gezielt Erinnerungen der letzten zehn Jahre ihrer künstlerischen Laufbahn. So begibt sie sich erneut in Situationen, die ihren Bewegungsstil und ihr Körpergedächtnis geprägt und Spuren in der Ästhetik ihrer Bewegungssprache hinterlassen haben. Im Dialog mit live gespielten Gitarrenklängen re-interpretiert sie eigene alte Bewegungsmuster in neuem Licht. Bei diesem hochkonzentrierten Wechselpiel physischer und akustischer Gesten wird die Stille – im Körper wie im Raum – zum Bezugspunkt minimaler Variationen und eruptiver Ausbrüche. Die Erkundung von Bewegungsdynamiken und -strukturen, die Suche der Tänzerin zwischen Vertrautem und Routinen, Eigenem und Fremden, offenbart sich als fragiler Balanceakt.

  

Konzept, Choreografie, Tanz: Renate Graziadei | Livemusik: Ralf Krause | Dramaturgie: Arthur Stäldi | Licht: Lutz Deppe | Kostüm: Margaretha Heller | LaborGras Management: Inge Zysk | LaborGras Public-Relation: Yves Augustin | Produktion: Sasha Waltz & Guests und LaborGras im Rahmen des Förderprogramms „Choreographen der Zukunft“, das von der BASF SE als Hauptsponsor gefördert wird | Sasha Waltz & Guests wird gefördert aus dem Hauptstadtkulturfonds | UA 08/2009, Tanz im August, Berlin | www.laborgras.com

 

 

19. Juni 2010 | 20.00 Uhr | Doppelvorstellung

 

4MEN, ALICE, BACH AND THE DEER

Yossi Berg & Oded Graf (Tel Aviv / Dresden)

 

Bärenstark, hochintelligent, ultrapotent, perfekt gebaut und Sieger jeden Kräftemessens: So waren sie, die Helden, als es sie noch gab. Und was ist „Männlichkeit“ heute? Mit rabenschwarzem Humor performen vier Tänzer ihre Suche nach dem ultimativen Mann – und wagen, seine Existenz zu bezweifeln. Als Zufallsgemeinschaft an einem Ort überall und nirgendwo geraten die Männer in unterschiedlichste Verhältnisse zueinander, gegeneinander, ineinander, füreinander und zur „Weiblichkeit“. Zu Musik u. a. von J. S. Bach zerschellt Größenwahn an Gruppendruck, begegnen archaische Reflexe poetischer Erotik, ringen aufgeklärte Genderkonzepte mit Männerfantasien: Wird Alice die Nacht mit ihnen verbringen? In ihrem von Tanzplan Dresden produzierten Stück kombinieren die beiden Choreografen Tanz, Texte und Gesang zu einer virtuosen Performance, die alte und neue Klischees schonungslos fidel entlarvt.

 

Choreografie: Yossi Berg & Oded Graf | Tanz: Hillel Kogan, Irad Mazliah, Oded Graf, Yossi Berg | Musik: J. S. Bach, Paul Kalkbrenner, Tarragano, 3Suns | Dramaturgische Mitarbeit: Carmen Mehnert | Text: Sergiu Matis | Kostüme, Bühne, Licht: Oded Graf, Yossi Berg| Produktion: Tanzplan Dresden / Gemeinschaftsprojekt von Palucca Schule Dresden – Hochschule für Tanz, Dresden SemperOper Ballett und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, The Lab Theater Jerusalem | Unterstützt von: Teva foundation for excellence in arts und The Israeli ministries for culture and foreign affairs | UA 06/2009, semper kleine szene Dresden | www.myspace.com/yossiberg, www.youtube.com/user/butbergitellyou

 

 

20. Juni 2010 | 20:00 Uhr | Doppelvorstellung

 

HIDDEN

Mimi Jeong (Bremen)

 

Immer wieder planen wir, unserem Leben eine bestimmte Richtung zu geben und immer wieder treffen wir auf Situationen, die diese Pläne durchkreuzen, uns zum Umlenken zwingen, uns vor neue Sichtweisen und Herausforderungen stellen. Für die koreanische Tänzerin und Choreografin Mimi Jeong aus dem Ensemble des nordwest / Tanztheater Bremen sind solche Durchkreuzungen wie ein „verstecktes Geschenk“ in unserem Alltag, das uns auf diese oder jene Weise begegnet und uns bereichert. Ein „Geschenk“, das einem „Fremden“ gleicht, der unsere Pläne durcheinander bringt und unserem Leben die Richtung weist, indem er die Gegenwart mit der Zukunft verbindet.

 

Von: Mimi Jeong |Mit: Magali Sander Fett, Constantin Georgescu, Mimi Jeong | Video: Constantin Georgescu, Mimi Jeong | Licht: Thomas Reuter | Kostüme: Kyoungeun Hong | Produktion: Theater Bremen | Gefördert von: Arts council Korea | UA 06/2010 Theater Bremen

 

 

20. Juni 2010 | 20:00 Uhr | Doppelvorstellung

 

LIEB SEIN

Hanna Hegenscheidt (Berlin)

  

So, do you think we will get along? Yes, I think there is a possibility. A possibility that we will get along? Yeah. Why shouldn’t we get along? I don’t know. And how high do you think is the possibility in %? I don’t know, maybe 70%?

Welcher Formeln und Masken bedienen wir uns in der Kommunikation mit anderen? Welche Strategien nutzen wir: Sind wir vorgeblich authentisch oder lügen wir lieber gleich wie gedruckt? „Lieb sein“ spielt mit dem ganz banalen menschlichen Miteinander und den verschiedenen Formen des alltäglichen Selbstdesigns. Eine Tänzerin und zwei Schauspieler stellen sich einem kommunikativen Kräftemessen. Bewegung und Sprache schlau miteinander verschachtelnd, wird der Eindruck des vermeintlich authentischen „Echten“ dem der Theatralität, des „Künstlichen“, gegenübergestellt. Tanzende Worte, sprechende Körper und fragwürdige Absichten im rasanten Schlagabtausch der Identitätskonstruktionen.

 

Konzept, Regie: Hanna Hegenscheidt | Choreografie, Text, Performance: Angharad Davies, Chris Daftsios, Niels Bormann | Dramaturgische Mitarbeit: Ulrich Huhn | Lichtdesign: Benjamin Schälike | Ausstattung: Annette Gödde, Franziska Schrage | Produktionsleitung: Franziska Schrage | Produktion: Hanna Hegenscheidt in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und Tanzfabrik Berlin e.V. | Mit freundlicher Unterstützung vom Eliashof und der HALLE Tanzbühne Berlin | Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds | UA 08/2009, Radialsystem Berlin / In englischer und deutscher Sprache.

 

 

 



XTRA FREI 2009

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