Stark verschwommenes Bild eines Kinds im Kleid
Tubi Malcharzik

Tubi Malcharzik
& Team:
Paskudnik

Performance

Premiere Performance
Fr
20:00
Premiere
Sa
20:00
Am Sa 13.4. mit Publikumsgespräch

Solidarisches Preissystem:
8 / 12 / 18 € (frei wählbar)
Bremen Pass: 3 €
Kinder und Jugendliche 5-17 Jahre: 5 €

Kultursemesterticket: kostenlos

Vorverkauf nur online. Restkarten ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse 0421 520 80 70.

Alternativ können Sie telefonisch oder per Email Tickets reservieren:
0421 520 80 70 (Mo, Mi—Fr 10:00 bis 14:00, auch AB) oder ticket@schwankhalle.de

Achtung: Am Wochenende und in den Abendstunden ist unsere Ticket-Hotline nicht besetzt. Wir bitten Sie daher um eine frühzeitige Reservierung.
Abholung reservierter Tickets an der Abendkasse bis spätestens 30 Min. vor Vorstellungsbeginn – danach verfällt die Reservierung.
Die Abendkasse ist telefonisch ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn unter 0421 520 80 70 erreichbar.

Die Vorstellung dauert ca. 60 Minuten ohne Pause.

Es wird deutsche und polnische Laut- und Schriftsprache verwendet.

Es werden Nebeleffekte eingesetzt.

Der Publikumsbereich auf der Tribüne ist bestuhlt.
Die Rollstuhlplätze befinden sich in der Regel in der ersten Reihe und können im Vorfeld telefonisch, per Email oder per Eingabe im Ticket-Shop reserviert werden.

Individuelle Bedarfe wie bestimmte Sitzplätze, Early Boarding oder ein zusätzliches Ticket für eine Begleitperson können Sie ebenfalls bei Ticketkauf bzw. -reservierung angeben.

Weitere Infos zur Barrierefreiheit unserer Räumlichkeiten finden Sie hier. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter ticket@schwankhalle.de oder 0421 520 80 70.

In der Performance wird Antislawismus thematisiert.

»Paskudnik« ist eine post­­migrantische Drag-­­Persona, die beim Crossing – beim Grenz­übertritt zwischen Deutsch­land und Polen, zwischen Vergangen­heit und Zukunft – verloren gegangen ist. »Paskudnik« ist ein Wort, das häufig die Lippen des Großvaters verließ, um das Enkelkind zu rufen. In der Erinnerung bewegt es sich zwischen Esstisch, Fußball­match, Parasit und Ekel. Eine eindeutige Übersetzung gibt es nicht. Was der Begriff genau bedeutet, bleibt unklar. Mit »Paskudnik« wirft Tubi Malcharzik einen queeren Blick auf die eigene, deutsch-­polnische Familien­­geschichte und begibt sich auf die Suche nach diesem vertrauten, aber unent­­schlüsselten Loch im kollek­tiven Familien­­gedächtnis.

Einhundert Jahre nach der Volks­abstimmung in der Grenzregion Ober­schlesien und fünfzig Jahre, nachdem die Familie im Grenz­durchgangs­lager Friedland in der Bundes­republik Deutschland ankam, nimmt Tubi Malcharzik das Wort »Paskudnik« zum Ausgangspunkt, um gemeinsam mit einem inter­disziplinären Team deutsch-polnische Migrations­geschichte rückwärts aufzurollen. Durch immersive Sound­flächen, Erzähl­fragmente und Imagination öffnen sie einen queeren und post­migrantischen Erinnerungs­raum. Sie laden das Publikum an den Esstisch einer oberschlesischen Familienfeier und auf die Oberfläche einer Dating-App ein, bis diese Orte sich für die Dauer eines Songs verbinden. Anhand von einem roten Samtkleid, Mythen, zu hohen Wangenknochen sowie Songs von t.A.T.u. ↗ und Peter Alexander berührt die Performance Fragen zu Geschlechter­rollen und Sexualität sowie deutsch-­polnischer Erinnerungs­kultur und post­migrantischer Realität.

Tubi Malcharzik (keine Pronomen, they/­them) lebt und arbeitet als Performer*in, Dramaturg*in und DJ in Hannover und Wien. Ausgehend von auto­biografischen Erfahrungen beschäftigt sich Tubi mit queerer Erinnerung, Abstract Drag, deutsch-polnischer Migrations­geschichte und scheinbar unmöglichen Duetten – sowohl in Solo­performances, als auch in Form von kollektiven Arbeiten. 2020 zeigte Tubi Malcharzik das Solo »Comeback« in der Schwankhalle. 2021 ludt Tubi gemeinsam mit Leah Fot, Charlotte Lauber und Cäcilia Wosnitzka zu dem Soundwalk »Funken bis Uranus« durch das Bremer Viertel ein. Für »Paskudnik« arbeitet Malcharzik mit Kollaborateur*innen aus den performativen Künsten und aus dem Bereich der Clubkultur und -Musik zusammen.

Instagram: @t_mlchrzk ↗
tmalcharzik.com

Credits

Konzept, Performance: Tubi Malcharzik

Dramaturgie: Isabelle Edi

Musik & Sound: Luyu Zou, (mohammad) adika rahman

Kostüm: Anna Schall

Künstlerische Mitarbeit & Übertitel: Julia Kostka, Natalie Pielok (Grupa Mauczka ↗)
Produktionsleitung & Künstlerische Mitarbeit: Marten Flegel aka Marty Damour

Übersetzung: Agnieszka Kozłowska
Bühnenbild-Mitarbeit: Amelie Sabbagh
Beratung: Marie-Christin-Rissinger
Danke an Zuzanna Zając, Paweł Świerczek, LaQuèfa, Magdalene Gööck, Paweł Matusz

Ein Projekt von Tubi Malcharzik & Team, produziert von Die Soziale Fiktion, in Koproduktion mit NFT - Netzwerk Freier Theater, Schwankhalle Bremen, LOFFT – DAS THEATER Leipzig und brut Wien. Das NFT wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms »Verbindungen fördern« des Bundesverbands Freie Darstellende Künste. Das Projekt wird gefördert durch Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Stadt Leipzig – Kulturamt. Die Adaption und Premiere in Österreich wird gefördert von der Stadt
Wien Kultur.