Drei tanzende Personen in violett-dunstiger Atmosphäre
G2-Baraniak

Yolanda
Morales:
Horses

Tanz

2023 Tanz Güterbahnhof
Fr
20:00
Sa
20:00
Externer Spielort: Tor 40 – Güterbahnhof Bremen – Areal für Kunst und Kultur ↗
Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen

Solidarisches Preissystem: 7 / 10 / 14 €
Bremen Pass: 3 €
Kultursemesterticket kostenfrei
Keine weiteren Ermäßigungen. Online-Tickets zzgl. 1,50 € Gebühr.

Tickets online sowie an allen Nordwest-Ticket-Vorverkaufsstellen ↗.
Restkarten ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Die Abendkasse am Tor 40 erreichen Sie telefonisch ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn unter 0151- 533 018 06.

Alternativ können Sie telefonisch oder per Email Tickets reservieren:
Tel 0421 520 80 70 (Mo, Mi—Fr 10:00 bis 14:00, auch AB) oder ticket@schwankhalle.de
Abholung an der Abendkasse bis spätestens 30 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Kurzfristige Kartenreservierung am Veranstaltungstag jeweils ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn unter 0151- 533 018 06.

Die Vorstellung dauert etwa 50 Minuten ohne Pause. Es kommt englische und deutsche Lautsprache vor. In einigen Momenten gibt es laute und plötzlich einsetzende Musik. Es kommen Nebeleffekte und Momente von Dunkelheit vor.

Das Tor 40 ist über eine Rampe zu erreichen, der Veranstaltugnsraum und Toiletten sind stufenlos erreichbar. Das Publikum sitzt auf Hockern um die Bühne herum. Es sind Rollstuhlplätze vorhanden.

Wenn Sie Fragen zur Barrierefreiheit haben, kontaktieren Sie uns bitte unter ticket@schwankhalle.de oder 0421 520 80 70.

Die in Hamburg lebende mexikanische Choreografin Yolanda Morales nimmt einen aktuellen Moment in der mexikanischen Geschichtsschreibung zum Anlass für ihre Tanz-Produktion »Horses«.

Vor etwa 500 Jahren wurde das Land von der Conquista erobert, gleichzeitig wird die Befreiung von der Kolonialmacht Spanien vor ca. 200 Jahren gefeiert. Im vorkolonialen Mexiko gab es keine Pferde und die Tiere mit den hoch darauf sitzenden Reitern versetzten die indigene Bevölkerung in Angst und Schrecken. Noch heute prägen Reiterstandbilder als patriarchale Symbole der Macht den öffentlichen Raum, nicht nur in mexikanischen Städten.

Auf der Bühne erzählen acht Tänzer*innen und eine Musiker*in eine andere Geschichte. Choreografie und elektronischer Sound treffen dabei auf raumgreifende Lichtprojektionen und erschaffen imaginäre Landschaften und Narrative. Es geht in dieser Arbeit jedoch nicht um eine postkoloniale Auseinandersetzung mit Traumata, sondern um eine Annäherung an die Figur des Pferdes, um Befreiung, Wildheit und eine feministische, selbstermächtigte Haltung, die sich in der hochenergetischen Choreografie der Kompanie widerspiegelt.

Performer*innen mit starker Körperhaltung
G2-Baraniak

Yolanda Morales ist Choreografin, Tänzerin und Performerin. In ihren choreografischen Arbeiten beschäftigt sie sich mit imaginativen Körpern in utopischen und dystopischen Räumen, die eng mit aktuellen politischen und sozialen Realitäten verwoben sind. In ihrer Produktion »2666«, die beim digitalen OUTNOW! Festival 2021 live aus der Schwankhalle gestreamt wurde, reflektiert sie den Umgang von FLINTA* mit Übergriffen im öffentlichen Raum. Im Rahmen ihres Projektes »20-21 Street Hamburg« entsteht eine Folge von 21 kurzen Tanz-Videoclips als Recherche und Dokumentation zum Thema FLINTA* in öffentlichen Räumen und Strategien des Widerstands. »Horses« feierte seine Premiere 2021 im Kraftwerk Bille in Hamburg. Ihre Produktionen werden auf Festivals in Deutschland und international eingeladen, darunter Hauptsache Freie in Hamburg, HundertPro in Mühlheim an der Ruhr, OUTNOW!, Epicentro in Oaxaca (Mexiko) und IAPAR International Theatre Festival in Pune (Indien). Im März 2023 wird ihre neue Produktion »The Garden of Falling Sands« im LICHTHOF Theater Hamburg uraufgeführt. Morales ist zurzeit Teil des künstlerischen Netzwerkes Freischwimmen.

Credits

Konzept, Choreografie, künstlerische Leitung und Tanz: Yolanda Morales
Tanz: Aurora Brocchi, Sarah Ernst, Damini Gairola, Nathalia Gómez, Sujin Lee, Lourdes Maldonado, Alicia Ocadiz, Maria Pearl, Ana Salcido, Ping Cheng Wu
Komposition, Sound, Gesang, Saxofon: Thordis M. Meyer
Live Sound: Hye-Eun Kim
Dramaturgie: Barbara Schmidt-Rohr
Projektionen: Katrin Bethge, Maj-Lene Tylkowski
Kostüme: Miriam Ebbing, Ilona Klein
Maske: Arova Erer
Bühnenbild: Hanna Lenz
Lichtdesign: Joanna Ossolinska, Ricarda Schnoor
Tontechnik: Beata Berger
Produktionsleitung: Katja Kruglikova (PK3000)
Trailer, Teaser & Dokumentation: Martin Prinoth

Die Uraufführung wurde gefördert durch: Freie und Hansestadt Hamburg – Behörde für Kultur und Medien, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Wiederaufnahme wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.