young artists:
Zartbitter Bittersüß
Ein Tanzprojekt mit Kindern und Jugendlichen, geleitet von Marion Amschwand und Augusto Jaramillo Pineda
Präsentiert von steptext dance project
Welche Geschichten stecken in einem Stück Schokolade oder einem T-Shirt? Wie ergeht es Kindern, die unsere Lieblingssachen herstellen?
Es ist das Jahr 2225. Die menschengemachte Erderwärmung hat die Bedingungen des Lebens verändert. Manche Regionen der Erde sind unbewohnbar. In Mitteleuropa kann man inzwischen auch Baumwolle und sogar Kakao anbauen. Und Europa muss sich selbst versorgen. Die Länder auf dem afrikanischen Kontinent und in Südamerika wirtschaften im Einklang mit den Naturrechten und den Menschenrechten nur noch für ihre lokale Bevölkerung. Den überalterten Gesellschaften in Europa gehen dabei die Arbeitskräfte aus. Wer nicht zu den 10 % Reichen gehört, muss auch die eigenen Kinder zur Arbeit schicken.
Die Kinder und Jugendlichen der young artists von steptext verbinden Tanz und Parkour zu einer packenden Tanztheaterproduktion, die zeigt, dass Kinderrechte und die Rechte der Mutter Erde untrennbar zusammen gehören. 2025 steht die Kakao- und Baumwollproduktion verbunden mit der immer noch aktuellen Kinderarbeit im Fokus.
Inspiriert von den indigenen Kulturen Südamerikas und den wegweisenden Verfassungen Boliviens und Ecuadors, die der Natur eigene Rechte zusprechen, beschäftigen sich die young artists seit einigen Jahren neben den Menschenrechten mit den Rechten der Erde.
young artists
Seit 2003 gibt steptext dance project unter dem Label young artists jungen Tanz- und Theaterinteressierten Raum für Entwicklung in den darstellenden Künsten. Regelmäßige Trainings, Tanzcamps, Ferienprogramme, Auftritte – das young artists-Angebot ist vielseitig und kostenfrei. Geleitet von Augusto Jaramillo Pineda stehen die young artists für die künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen, die die junge Generation beschäftigen. Seit dem internationalen Projekt CONSTRUCTORES, das Jugendliche aus Bremen und Medellin in Kolumbien in einen Austausch brachte, setzen sich die Projekte mit dem indigenen Konzept der Rechte der Erde auseinander.
Credits
Choreografie: Marion Amschwand und Augusto Jaramillo Pineda
Parkour-Training, Bühne: Joshua Buchholz, Finn Fasse
Kostüm: Emilia Sting
Kostümanfertigung: Emilia Sting mit der Gruppe NUNATAK / QUARTIER in Blumenthal
Lichtdesign: Carlos Heydt, Nathaniel Johnson
Produktionsleitung: Emily Steineke
Technische Leitung: Nathaniel Johnson
Dramaturgische Beratung, Texte: Anke Euler
Video und Streaming: Médoune Seck
Fotos: Mariann Menke
Gefördert vom Senator für Kultur Bremen, unterstützt durch die Kirche UnserLiebenFrauen, in Kooperation mit Bremen 1860 und Sportgarten e.V.